Zuerst den vorhandenen Antrieb bestimmen
Sie möchten mehrere Rollläden zentral bedienen und finden in Ihren Unterlagen die Bezeichnung GEIGER? Für eine Nachrüstung ist der vollständige Typ entscheidend. Loxone beschreibt den GEIGER SOLIDline Air ausdrücklich als Rohrmotor mit Loxone-Air-Funktechnologie. Aus dem Herstellernamen allein lässt sich diese Eigenschaft nicht ableiten.
Für eine Bestandsaufnahme zur Rollladen-Nachrüstung in Wien und Niederösterreich erreichen Sie rollladenprofi.at unter +43 1 4420966 oder office@rapid-haustechnik.at. Hilfreich sind vorhandene Rechnungen, Anleitungen und Fotos der sichtbaren Bedienelemente. Das Titelbild zeigt eine neutrale Funkbedienung und kein konkretes Systemgerät.
Welche Zentrale zur AIR-Anbindung gehört
Die GEIGER-Anleitung für SOLIDline Flex AIR nennt als Voraussetzung einen in Betrieb genommenen Miniserver Go oder einen Miniserver mit Air Base Extension. Das ist eine konkrete Systemkombination aus der Anleitung, keine pauschale Zusage für jede vorhandene Zentrale. Lassen Sie Modell, Ausbaustand und passende Dokumentation im Angebot festhalten.
Teilen Sie der Planung mit, ob bereits eine Gebäudeautomation existiert oder zunächst nur die Rollläden eingebunden werden sollen. Bei einer bestehenden Anlage sollten auch die zuständige Betreuung und der Zugang zur Konfiguration geklärt sein. So lässt sich der Aufwand für die Erweiterung von einem vollständigen Neuaufbau unterscheiden.
Funknachrüstung und Motortausch getrennt kalkulieren
GEIGER beschreibt bei AIR die spätere Verbindung zum Miniserver per Funk ohne zusätzliche Steuerleitungen. Das bedeutet nicht, dass der Motor ohne elektrische Versorgung arbeitet. Ein alter Antrieb mit anderer Steuerung wird durch eine neue App auch nicht automatisch zum SOLIDline Air. Für einen solchen Bestand muss der Fachbetrieb einen eigenen Integrationsweg prüfen.
Bitten Sie um getrennte Positionen für Bestandsprüfung, gegebenenfalls Antriebsarbeiten, Funkanbindung und Konfiguration. Ein schwergängiger Panzer gehört ebenfalls in die Aufnahme: Wenn bereits die normale Fahrt auffällig ist, sollte die Reparaturfrage vor dem Ausbau der Automatik geklärt werden. Elektrische Anschlüsse und Gehäuse bleiben bei Ihrer Vorbereitung geschlossen.
Fenstergruppen nach Alltag statt nur nach Etage bilden
Erstellen Sie eine kurze Fensterliste mit Raum, Himmelsrichtung, bisheriger Bedienung und gewünschtem Verhalten. Beispielsweise können Wohnzimmerfenster tagsüber gemeinsam beschatten, während die Terrassentür einzeln bedienbar bleiben soll. Im Schlafzimmer kann eine andere morgendliche Öffnungszeit sinnvoll sein als im übrigen Haus.
Notieren Sie außerdem, wer die Anlage benutzt. Eine Wandbedienung für den täglichen Gebrauch und eine App für Zeitprogramme erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Lassen Sie ausdrücklich erklären, welche Bedienmöglichkeiten bei einer Störung der Zentrale noch verfügbar sind. Das sollte an Ihrer Anlage gezeigt und nicht nur allgemein beschrieben werden.
Funkabdeckung und Rückmeldungen bei der Übergabe prüfen
Loxone dokumentiert für SOLIDline Air unter anderem einen Onlinestatus und eine Temperaturabschaltung. Der Onlinestatus beschreibt die Erreichbarkeit durch den Miniserver. Er ist für die Einordnung hilfreich, ersetzt aber nicht die Beobachtung des tatsächlichen Rollladenlaufs. Die Dokumentation beschreibt außerdem Mesh-Weiterleitung durch Air-Geräte mit fester Spannungsversorgung.
Für die Abnahme empfehlen wir, jedes Fenster einzeln und anschließend die vorgesehenen Gruppen zu bedienen. Prüfen Sie gemeinsam mit dem Betrieb die Raumzuordnung, Fahrtrichtung, Endpositionen und das Stoppen. Lassen Sie die Funkverbindung am endgültigen Einbauort beurteilen; eine erfolgreiche Vorführung direkt neben der Zentrale beantwortet diese Frage noch nicht.
Eine kurze Betriebsübersicht mitgeben lassen
Zur Übergabe gehören aus unserer Sicht eine verständliche Liste der Fenster und Gruppen, die aktiven Zeitprogramme und die Ansprechpartner für spätere Änderungen. Für Balkon und Terrasse sollte die vorübergehende Unterbrechung automatischer Fahrten erklärt werden. Bewahren Sie diese Übersicht zusammen mit den Geräteunterlagen auf.
Die Loxone-Dokumentation verlangt für die Installation eine Elektrofachkraft. Dieser Ratgeber enthält deshalb keine Verdrahtungs- oder Einlernschritte. Ziel der Vorbereitung ist eine klare Leistungsbeschreibung: welche vorhandenen Teile weitergenutzt werden, welche ersetzt werden müssen und welche Bedienfunktionen danach tatsächlich zur Verfügung stehen.
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Häufige Fragen
Ist jeder GEIGER-Motor mit Loxone Air kompatibel?
Nein. Die hier beschriebenen Angaben betreffen SOLIDline Air beziehungsweise die genannte Flex-AIR-Anleitung. Der vollständige Antriebstyp muss geprüft werden.
Reicht eine App für die Nachrüstung?
Eine App ersetzt weder eine passende Systemzentrale noch die erforderliche Anbindung des Antriebs. Der Bestand entscheidet über die benötigten Komponenten.
Müssen für AIR neue Steuerleitungen verlegt werden?
Die AIR-Verbindung zum Miniserver erfolgt per Funk. Die elektrische Versorgung des Antriebs und mögliche Arbeiten am bestehenden System sind davon getrennt zu prüfen.
Quellen und Herstellerinformationen
- Loxone – GEIGER SOLIDline Air: Dokumentation
- GEIGER – SOLIDline AIR Produktdatenblatt
- GEIGER – SOLIDline Flex AIR Anleitung, Abschnitt 17
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